Mode

Warum die Jeans ein Klassiker ist

Heute hört man von Dresscodes, Businesskleidung, von Moden, die die Männlichkeit unterstreichen oder sich Richtung Unisex entwickeln. Zwischen allen neuen Trends bleibt die Jeans die meistgetragene Hose der Welt, die vor allem bei Männern echten Kultstatus genießt. Warum die Hose ein Klassiker ist, wollen wir näher untersuchen.

Robust und vielseitig: Die Materialien sind ein Erfolgsgeheimnis

Die Jeans ist im traditionellen Stil indigoblau und besteht aus einem robusten Baumwollstoff, der sich Denim nennt. Die Zusammensetzung der Materialien macht den hohen Tragekomfort aus. Baumwolle bildet das strapazierfähige Grundgerüst, Elastan sorgt für die Dehnbarkeit. Diese Textilien werden im Zweifaden-Verfahren vernäht und verwoben, wobei in der Regel weißes und blaues Garn verwendet wird. So entstehen die typische Struktur und Färbung. Wie luftige Chinos kann die Jeans auch im Sommer getragen werden, ohne ins Schwitzen zu geraten.

Kulturelles Symbol

Beworben wurde die Jeans gezielt mit einer Ausrichtung auf den späteren Kultstatus. Sie stand als Symbol für harte Arbeit, ist aber auch ein Zeichen für Freiheit, Jugend und Protest. Stars wie James Dean trugen sie ebenso wie Frauen, die für Gleichberechtigung auf die Straße gingen. Sie war ein politisches Statement und hob zugleich die Klassenunterschiede auf. Die Werbung durch Levi Strauss konzentrierte sich zunächst auf die lange Haltbarkeit. Dafür war die Jeans berühmt. Symbolisch dafür standen zwei Pferde, zwischen die die Jeans gespannt wurde, ohne zu zerreißen, mit dem Slogan „They Wear Like Iron“. Später war die Hose an Cowboys ebenso zu sehen wie an Rebellen. Moderne Designer-Kampagnen brachten die erotische Ausstrahlung ins Spiel.

Einfach bequem: Die Jeans im Alltag

Einfach bequem: Die Jeans im Alltag

Für Männer und Frauen ist die Jeans Teil des Freizeitlooks. Allem voran ist sie unglaublich bequem und lässt sich vielseitig mit anderen Kleidungsstücken kombinieren. Durch hochwertige Stretch-Materialien und flexible Kunstfasern erlaubt sie viel Bewegungsfreiheit, während der Baumwollstoff auf Körperwärme reagiert und sich so an der individuelle Körperform anpasst. Das ursprünglich noch harte Material ist heute weich und geschmeidig, gestattet zudem auch vielfältige Schnitte und Passformen. Ferner ist die Jeans atmungsaktiv und reguliert die Temperatur auf der Haut.

Die Erfindung der Jeanshose: Mehr als nur Arbeitsklamotten

Männer tragen die Jeans im Alltag und Business. Sie macht sich auch in der Kombination mit einem Sakko gut. Erfunden wurde sie von Levi Strauss, der mit dem Schneider Jacob Davis zusammenarbeitete und 1873 ein Patent auf die Nietenhose anmeldete. Davis war dabei der Ideengeber, weil er die Taschenecken mit Kupfernieten verstärken wollte, um die Reißfestigkeit zu verbessern. Er hatte kein Geld für ein Patent und tat sich mit Strauss zusammen. Dieser belieferte den Schneider mit dem robusten Denim-Stoff, finanzierte das Patent und übernahm die Massenproduktion der Blue Jeans. Die Levi’s 501 wurde zum bekanntesten und meistverkauften Kleidungsstück der Welt. Um sich von Nachahmern abzugrenzen, sorgte Strauss dafür, dass jedes Modell Chargennummern erhielt. Die 501 hat einen geraden Schnitt, wird mit Prägeknöpfen statt mit einem Reißverschluss versehen und symbolisiert durch das Leder-Etikett mit zwei Pferden die Unzerstörbarkeit.

Warum tragen Männer heute Jeans?

Die Jeans bleibt ein Klassiker, weil sie die perfekte Balance aus modernem Dresscode und Funktionalität bietet. Sie lässt sich unkompliziert mit anderen Kleidungsstücken tragen und gilt bei Männern weiterhin als Basis-Kleidungsstück ihrer Garderobe. Sie sieht in der Freizeit ebenso gut aus, wie sie im Businesslook professionell wirkt. Dazu ist sie sehr pflegeleicht und schmutzresistent.

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