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Was macht einen richtig guten Herrenduft aus?

Auch wenn die Vorstellungen von der „perfekten Duftnote“ teilweise deutlich auseinandergehen, fest steht: Ein guter Herrenduft muss weder besonders teuer noch außergewöhnlich intensiv sein. Viel wichtiger ist, wie die einzelnen Duftnoten zusammenspielen, wie sich das Parfum im Laufe des Tages entwickelt und ob es zu seinem Träger passt.

Die folgenden Abschnitte zeigen, warum es sich lohnt, beim Kauf genauer hinzuschauen, um so gegebenenfalls einige Qualitätsmerkmale zu entdecken, die über den ersten Eindruck hinausgehen.

Die Duftkomposition als besonderes Qualitätsmerkmal

Frisch, holzig, würzig oder süßlich: Herrendüfte können sich durch ganz unterschiedliche Merkmale auszeichnen. Wichtig ist, dass die einzelnen Noten der jeweiligen Komponente nicht unnötig dominieren oder so hervorstechen, dass sie am Ende stören.

Wie vielfältig Duftkompositionen sein können, zeigt unter anderem ein Blick auf das Sortiment von Hugo Boss. Die Marke bietet unterschiedliche Duftrichtungen, die von frischen bis zu warmen, würzigen Varianten reichen. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Anzahl der verwendeten Inhaltsstoffe wenig über die Qualität des Dufts verrät. Auch eine Variante mit vergleichsweise wenigen Komponenten kann überzeugen.

Vom ersten Sprühstoß bis zur Basisnote

Vom ersten Sprühstoß bis zur Basisnote

Dieser Aspekt gerät leider allzu oft in Vergessenheit: Ein Parfum (oder ein Eau de Toilette) riecht unmittelbar nach dem Auftragen häufig anders als einige Stunden später, weil seine Duftstoffe unterschiedlich schnell verdunsten. Im ersten Moment ist die Kopfnote wahrnehmbar. Diese verfliegt in der Regel schnell und wird dann von der Herznote abgelöst. Die Basisnote besteht dann häufig aus länger anhaltenden Duftstoffen und prägt den späteren Dufteindruck.

Boss setzt mit seinem Klassiker BOSS Bottled hier zum Beispiel auf eine Verbindung aus fruchtigen Apfelnoten mit würzigen und warmen Akkorden. Während der Apfel dem Duft im ersten Schritt eine frische, leicht süßliche Note verleiht, sorgen Zimt und weitere würzige Komponenten im weiteren Verlauf für mehr Wärme. Die Basis mit Sandelholz und Zedernholz rundet die Komposition ab und verleiht ihr einen charakteristischen, eher eleganten Duftcharakter.

Zusatzinfo: Wer ein Parfum direkt nach dem Aufsprühen kauft, beurteilt also hauptsächlich seinen „Auftakt“. Ob die später wahrnehmbaren Noten ebenfalls den persönlichen Geschmack treffen, zeigt sich erst Minuten bzw. Stunden später.

Was sagen Haltbarkeit und Sillage über die Qualität eines Dufts aus?

Ein besonders wichtiges Qualitätsmerkmal eines Dufts ist seine Haltbarkeit, also die Dauer, über die ein Duft wahrnehmbar bleibt. Die Sillage bezeichnet dagegen die „Duftspur“, die eine Person hinterlässt.

Zusatztipp: Es ist durchaus möglich, dass ein Parfum lange auf der Haut bleibt und trotzdem nur aus unmittelbarer Nähe wahrgenommen werden kann. Eine starke Ausstrahlung bedeutet umgekehrt nicht automatisch, dass der Duft lang haltbar wäre. Zudem handelt es sich um ein Vorurteil, dass ein Parfum länger als ein Eau de Toilette hält. Zwar ist die Duftkonzentration hier in der Regel höher., aber auch die Zusammensetzung wird relevant.

Ein häufig unterschätzter Effekt ist die Geruchsgewöhnung. Wer sein Parfum nach einiger Zeit selbst kaum noch wahrnimmt, muss nicht zwangsläufig nachsprühen. Stattdessen gilt es, im Hinterkopf zu behalten, dass das Gehirn auf gleichbleibende Geruchsreize zunehmend weniger stark reagiert. Für andere Menschen im Umfeld kann der Duft weiterhin deutlich wahrnehmbar sein.

Fast schon unverzichtbar für den Parfumkauf: Der Hauttest

Teststreifen, wie sie in Drogerien und Parfümerien oft angeboten werden, eignen sich gut, um verschiedene Parfums zunächst miteinander zu vergleichen.

Die endgültige Entscheidung sollte dann jedoch erst nach einem Test auf der eigenen Haut anstehen. Immerhin beeinflussen auch die Hauttemperatur und der Hautzustand, wie sich ein Duft entfaltet. Ein bestehender Schweißgeruch, zum Beispiel nach dem Sport, kann das Ergebnis verfälschen. Daher ist es am sinnvollsten, neue Düfte nach dem Duschen mit einem neutralen Duschgel zu testen.

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